Zitate

Hier findest du eine gegliederte Auswahl an Zitaten zu verschiedenen Themengebieten aus den Werken Manfred Kybers. 




Gral und Ritterschaft

"Du brauchst dich auch nicht zu fürchten, denn du bist ein Hirte mit Waffen und Wehr. Du behütest, und du wirst selber behütet von anderen Hirten. Ihr seid eine geweihte Ritterschaft, und auf euch hoffen Menschen und Tiere.

[...]

Ihr heutigen und ihr Kommenden, hütet die Seelen der Menschen und die Seelen der Tiere, sucht auf allen Wegen die Schwesterseelen und baut ihnen Sonnenbrücken zwischen dieser und jener Welt.

Und wenn ihr den Toten begegnet, ihr Heutigen und ihr Kommenden, und sie haben sich die Türen zum Heiligtum verschlossen - seid ihnen friedvolle Hirten und führt sie behutsam aus den verfallenen Mauern und den Schatten vergangener Zeiten zum Kreuz auf dem Altar und über die Rosenranken ins Morgenlicht hinein.

[...]

Ihr Heutigen und ihr Kommenden, werdet Hirten und werdet Sieger, auf dass die Erde erlöst werde durch den heiligen Gral. Denn Hirten und Sieger zu rufen, ist seine Sendung."

"Schloss Elmenor"

 

„[…] Man muss heute schon wieder den Mut gegen die Massenmeinung aufbringen, gegen den Mechanismus eines schablonisierten Denkens, man muss sich klar vor Augen stellen, dass alles Geschehen hier eine Synthese von Diesseits und Jenseits darstellt, einen riesenhaften Kampf zwischen dem Gral und dem Satanismus, wie ihn fast alle großen Geister aller Zeiten erschaut oder doch zum mindesten angenommen haben als die einzig mögliche Lösung von tausend Fragen, auf die auch alle heutige Klugheit keine Antwort weiß. […]“

„Neues Menschentum“

 

„[…] Man mag die Geister alter Götter und Helden rufen, nicht ihre Schatten. Dann wird man erfahren, dass auch diese großen Gestalten aus einer Welt anderer Stofflichkeit sich gewandelt haben in Streiter des Grals. Was je an Lichtkräften und Lichtträgern gelebt hat und lebt, steht heute in der Entscheidungsstunde im Heerbann des Montsalvat. […]“

"Neues Menschentum"

 

„Was soll ich tun?“ fragte der König, der ein Bettler war.

„Töte niemals wieder“, sagte Bruder Immanuel, „keinen Menschen und kein Tier! Heilige alles Leben, denn das allein ist Königtum. Gehe den Weg des älteren Bruders, wie ich ihn gegangen bin, denn herrschen darf nur, wer auch im kleinsten Geschöpf den Bruder achtet.“

[…]

„Ich werde den Weg des älteren Bruders gehen“, sagte der König, der ein Bettler gewesen war, und wie er das gesagt hatte, schwand der Nebel, und die Morgensonne kam. Ihre Strahlen fielen in eine kristallene Schale, die klar und rein geworden war und bereitet in Sühne, Sehnsucht und Liebe für den Gral. Der König aber war nun kein Bettler mehr, sondern er war wirklich ein König geworden.

"Das Land der Verheißung"

 

Johannes Wanderer und Eriksen redeten kein Wort. Doch es war ein erbitterter Kampf zwischen ihnen. Veronika sah es deutlich. Es waren die Augen der Tiefe, mit denen sie es schaute. Beide Männer führten Waffen, aber sie waren nicht körperlich. Eriksen hatte einen plumpen Streitkolben in der Hand und Johannes ein Schwert, und er war von Kopf bis zu Fuß in eine silberne Rüstung geschlossen. Auf seinem Helm war ein Kreuz. Das hatte Veronika noch niemals an ihm gesehen. Und beide waren sie nicht allein. Hinter Eriksen standen viele dunkle, schreckliche Gestalten, die ähnlich bewaffnet waren wie er und die ihn vorwärts drängten. Zur Seite von Johannes aber standen lauter silbergepanzerte Ritter mit gezogenem Schwert. Ihnen folgten andere, die noch weit glanzvollere Rüstungen trugen. Zwischen beiden Heerlagern hockte angstvoll und hilflos die Kröte.

[…]

„Onkel Johannes", sagte sie leise, „mir ist, als ob ich in den roten Wolken eine Burg sehe, mit hohen Türmen und Zinnen."

Da legte Johannes Wanderer sein Arbeitsgerät beiseite.

„Du siehst das heute zum ersten Male, weil du Leben geschützt hast", sagte er feierlich. „Behalte das Bild von dieser Burg in deiner Seele, Veronika. Das, was du siehst, ist Montsalvat."

"Die drei Lichter der kleinen Veronika", Kapitel 6



„Onkel Johannes", sagte Veronika, „ich habe heute gesehn, daß du eine silberne Rüstung trugst, und hinter dir waren noch viele andere. Kommen die alle von Montsalvat?"

„Ja, Veronika", sagte Johannes Wanderer, „es ist ein schwerer Kampf auf dieser Erde, bis sie einmal durchlichtet und durchsonnt ist."

„Die silberne Rüstung ist schön", meinte Veronika.

„Und doch sind es nur bescheidene Streiter, die sie tragen" sagte Johannes Wanderer, „es stehen viel größere Ritter hinter ihnen, aber diese steigen nur selten zu einer irdischen Wanderung hinab. Wir hier sind irrende Menschen, und wir tragen die Rüstung auch nur, wenn wir den Schild halten über denen, die wehrlos sind. Es ist dies etwas von der Sendung des Grals."

„Ich möchte auch solch eine silberne Rüstung tragen", sagte Veronika.

„Es ist wohl darum, damit du dieses wünscht, daß Gott dich wieder auf die Erde geschickt hat", sagte Johannes Wanderer.

"Die drei Lichter der kleinen Veronika", Kapitel 6

 

"[...] Noch mehr als das schaute Veronika. Sie sah, wie Schneewittchen im gläsernen Sarge die Augen aufschlug und lächelte - und sie hörte im Sturm und Donner das Klirren von Waffen. Dort standen die Streiter von Montsalvat. Und Veronika war es, als habe der Gral auch sie zu seiner Fahne gerufen."

"Die drei Lichter der kleinen Veronika", Kapitel 6

 


Es war der Meister, der zu Johannes Wanderer gekommen war und diese Worte sprach. Wie er kommt und wie er geht - wer vermag das zu sagen? Es sind die geheimnisvollen Dinge, die sich im Ring der Brüder vom Gral begeben, und sie geschehen da, wo sich diese und jene Welt verschwistern. Die Menschen, die nur auf der Erde wandeln, wissen nichts davon."

"Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 9"

 

„Der Gral ruft alle seine Streiter auf für der Menschheit Jugendland. Ich wirke mir die silberne Rüstung, Schild und Schwert, und ich werde an deiner Seite stehen, wenn der Kampf mit den dunklen Mächten beginnt und du deinen Schild hältst über denen, die wehrlos sind.“

"Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 9"

 

MERLIN:

"Aus dem Dunkel ins Helle

von Stufe zu Stufe schwankt die Schwelle.

Aller Geschöpfe nagender Not

brach er das Brot.

Allem Sein

vergoss er den Wein.

Aller Schöpfung Qual zu enden

hielt der Heiland das Abendmahl.

Nur in allerbarmenden Händen

glüht das Blut des heiligen Gral."

 "Der Kelch von Avalon" in "Drei Mysterien"

 

„Ich nehme meine Seele zum Pfand und nehme den Kelch vom Altar für die Tiere. Den Kelch für die Gesamtschöpfung verlangt hat noch kein Mensch. Es ist eine Idee, die nach Jahrtausenden gemessen werden kann.

Wenn ich heute abgerufen würde, wüsste ich, dass der Schwerpunkt meines Schaffens da wäre. Ich verlange den Kelch für einen Spatz. Ich bürge so dafür, dass, wenn es falsch wäre, teilte ich mit den Tieren dasselbe Schicksal. Ich würde ebenso gern sterben wie leben für die Idee des Kelches von Avalon.

Dass die Tiere mit dem Prinzip des Kelches erlöst sind, ist fraglos. Die Idee ist göttlich und stammt nicht von mir, sondern von einem höheren Wesen. Was ich als Werkzeug dazu mitbringe, ist die grenzenlose Liebe zur Natur. Die größte Liebespotenz zum Tier ist in mir am stärksten vertreten. Ich fühle, dass ich zum Bevollmächtigten der Tiere erwählt bin. Der Kelch ist das Bekenntnis meines ‘Ichs’. Was Artus sagt, ist mein Karma. Ich erkämpfe den Kelch für die Tiere, oder ich gehe unter, wenn es ein Sakrileg sein sollte. Aber wie kann diese Idee Sakrileg sein? Das Allerbarmen für die Gesamtschöpfung ist göttlichen Ursprungs. Bis 1913, fast zweitausend Jahre, wird der Kelch der Menschheit allein geschickt. Vom 1. Januar 1913 wird ein Stück des Grales weiter freigegeben. Diese Idee ist mir erst vor ein paar Tagen klar geworden. Wie die Menschheit eine Stufe weitergeht in dieser Zeit, so bin ich überzeugt, dass auch die Tiere eine Stufe höher gehen.“

10. Dezember 1912, notiert von Elisabeth Kyber von Boltho (in: Anton Brieger: "In zwölfter Stunde")

 

„Es werden viele große Ereignisse in dieser Weltenwende geschehen“, sagte der Meister, „damit die Menschen erwachen und es begreifen, daß die Heerlager von Weiß und Schwarz um ihre Seelen ringen. Der Gral braucht alle seine Streiter. […]“.

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 9 – „Morgen“


Fleischkonsum, Vegetarismus und Tierschutz


„[…] Die Menschheit wird entweder vorwiegend zur fleischlosen Ernährung übergehen oder sie wird sich gegenseitig totschlagen um einen Kannibalismus, der nicht mehr zu befriedigen ist. In der fleischlosen Ernährung liegt tatsächlich die Lösung der sozialen Frage. Kein Volk kann satt werden, wenn es das dreifache von dem essen will, was es braucht zu einer menschenwürdigen und seelisch und körperlich gesunden Ernährung. […]

"Neues Menschentum"

"Man sollte die Welt und ihre gegenwärtigen Sitten und Gewohnheiten so betrachten, als sähe man sie zum ersten Male als wäre man nicht selbst verstrickt in ihre Hemmungen und Irrwege. Man wird dann zugeben müssen, dass die Fleischnahrung, also das Verzehren uns nahe verwandter Geschöpfe Kannibalismus ist, dass auch hier etwas nicht stimmt und dass sich in dieser Hinsicht die westliche Zivilisation untermenschlich ist. [...] Die fleischlose Ernährung ist die Ernährung der Menschen nicht einer fernen, sondern in einer nahen Zukunft. Es ist unmöglich so viel Fleisch auf den Markt zu bringen, als diese stets wachsende Menschenmenge verlangt. [...]

"Neues Menschentum"


„Im übrigen brauchen wir auch auf anderen Gebieten nicht so viele Artikel aus tierischen Stoffen, auch hier sollte man sich stets überlegen, ob nicht ein anderes Material im einzelnen Falle geschmackvoller und geeigneter wäre als Leder. Nur soll man diese Überlegung, wie alle Überlegungen selbst besorgen, und sie nicht denen überlassen, die daran verdienen. Auch hier spielen Luxus im falschen Sinne und alberne Moden mit.“

„Tierschutz und Kultur“


"Eine Ethik, die sich gerade der Wehrlosen nicht annimmt, ist überhaupt keine, ist nichts als ein bunter Fetzen, nichts als eine schäbige Nützlichkeitsmoral, ein Requisit der Geldgier und des Materialismus unserer heutigen Zivilisation. Wir haben übergenug an diesen billigen Kulissen. Was wir brauchen, dringend brauchen, ist ein wirkliches und naturnahes Menschentum, das uns allen wieder ein lebenswertes Dasein bringt, und das ist ohne Achtung vor a l l e m  Leben und damit ohne Tierschutz undenkbar."   NEU!

Aufsatz "Das Recht der Tiere"

Zum Thema "Vegetarismus und Tierschutz" siehe auch die Äußerungen des Rosenkreuzers Max Heindel.

Jagd

„Hiermit komme ich zur Wertung der Jagd als Vergnügen, wie sie noch in weiten Kreisen heute Geltung hat. Und nicht nur als Vergnügen wird sie von vielen ausgeübt, sie wird auch noch mit einem ebenso alten, wie dummen Sprachgebrauch als ein „edles“ Vergnügen bezeichnet. Edel an der Jagd ist tatsächlich gar nichts, denn das Töten von Geschöpfen hat niemals auch nur irgendetwas Edles an sich. Es handelt sich bei diesem Sprachgebrauch, dessen geistiges Niveau dasjenige von Vereinsfeiern ist, um einen ähnlichen Blödsinn, wie bei der Verherrlichung des Krieges, den man als „fröhlich“ bezeichnet. […]“

„Tierschutz und Kultur“

 „Besonders abstoßend für einen kultivierten Menschen sind auch die Massenjagden, bei denen das Wild in Scharen an den Schützen vorbeigetrieben wird, die sie dann mit dem Automatismus des Schlächters erschießen […]. Diese Massenschlächtereien als Vergnügen auszuüben, beweist schon einen ausgesprochenen moralischen Tiefstand. […]“

„Tierschutz und Kultur“

"Mit diesem ästhetischen Mangel hängen auch die üblen Jagdgeschichten zusammen, die rüden und dummen Anekdoten über die Todesangst der Tiere, mit denen solche Jäger in der guten Gesellschaft feineren Leuten auf die Nerven fallen und sie mit ihrem geistig minimalen Horizont belästigen. Ich wies schon einmal, […], darauf hin, wie kulturfeindlich diese gesellschaftlichen Unmanierlichkeiten und Plumpheiten wirken, wie diese Mängel ästhetischer Kultur nur zu geeignet sind, gerade in der heranwachsenden Jugend auch einen ethischen Tiefstand herbeizuführen. […]“

„Tierschutz und Kultur“

„[…] Die Kreise, in denen die Jagd üblich ist, stellen meist unbedeutende und schwache Persönlichkeiten, die gar nicht den Mut haben, sich gegen eine Überlieferung aufzulehnen, weil sie ängstlich in den Schutz von Traditionen zusammenkriechen, wie eine Herde Schafe in den abgezäunten Bezirk. Eitelkeit und Mangel an Mut sind die Eigenschaften, die vorwiegend die Ausübung und Bezeichnung der Jagd als Vergnügen gefördert haben, sie sind auch die Eigenschaften, die stets und immer jeden geistigen und kulturellen Fortschritt hemmten.“

„Tierschutz und Kultur“

„[…] Das (Anm.: Die „Jagd“ mit der Kamera) ist eine Jagd, die schon eines denkenden Menschen würdig ist, denn sie ist lebendiges Leben, nicht Mord. Freilich stellt diese friedliche Jagd sehr viel höhere moralische und geistige Anforderungen an den Menschen, und die Dutzendleute der üblichen blutigen Jagd müssen sich zu solchen höheren Eigenschaften erst hinaufentwickeln […].“

„Tierschutz und Kultur“

Ausbeutung der Erde und Naturschutz

„[…] Man kann heute keine Abgründe von nie gewesener Furchtbarkeit mit materialistischen Eselsbrücken überbauen, man darf nicht vergessen, dass in allem Taumel einer wirr gewordenen Menschheit Geschehnisse von grauenvollstem Ausmaß an die Pforten Europas klopfen. So wie es ist, geht es nicht weiter, und eine Zivilisation, die in der Natur nur noch ein Ausnutzungsobjekt sieht, ist wert, dass sie zugrunde geht – und ein Volk, das naturferne wurde, auch. Rückkehr zur Naturnähe aber fordert gebieterisch, ehe es überhaupt zu spät ist, Naturschutz im weitesten Sinne.“

„Tierschutz und Kultur“

"Auch in der Natur ist eine Linie, die nach oben geht, ins Licht und in die Liebe künftiger Daseinsformen. Der Mensch, der Schrittmacher sein soll, darf diese Linie nicht nach unten biegen. Das ist ein Verbrechen an der Einheit des Lebens und an sich selbst."

"Neues Menschentum"


Anthropozentrische Überheblichkeit


„Was will diese Menschheit eigentlich? Warum klagt sie über ihren Untergang, wenn sie nichts als Untergang unter anderen Geschöpfen verbreitet? Entweder denkt sie im materialistischen Irrwahn überhaupt nicht mehr nach oder sie betet, kirchenfromm, dass ihr der Massenmord an Millionen fühlenden Geschöpfen gesegnet sein und nur immer weiter gelingen möge. Jeder Mensch, der noch unbefangen denken kann, muss sich eingestehen, dass hier etwas nicht stimmt, dass eine furchtbare moralische Gleichgewichtsstörung vorliegt, welche die Welt von heute ins Schwanken bringen muss. […]“

"Neues Menschentum"

"[...] Nur wer auch im Tier und in jedem Lebewesen Gefühl und Daseinsrecht achtet, wird in ihm nicht etwas Minderwertiges, nicht Objekt des Nutzens sehen, sondern den Genossen des Schicksals, den Kameraden eines gemeinsamen Werks. Der Mangel an sozialem Gefühl, der hochmütige Egoismus des Westens haben vor allem in der gewohnten Roheit den Tieren, den Wehrlosen und Abhängigen gegenüber ihren ersten und tiefsten Grund. [...]"

"Neues Menschentum"

„ […] Nur kleine Geister fühlen sich im anthropozentrischen Gesichtswinkel behaglich, kleine Geister aber werden eine neue Kultur nicht fördern. Niemals kann eine neue Kultur beschritten werden von Menschen, die in Tieren nur Ausnutzungsobjekte sehen, die sie schlachten, fressen oder sonst wie ihrem Eigennutz im niedrigsten Sinne dienstbar machen. Eine neue fleischlose Ernährung, die vielen heute schon selbstverständlich ist, würde die meisten sozialen und wirtschaftlichen Schäden beheben, aber sie setzt eben eine Kultur voraus, die wir nicht haben und die wir erst erreichen müssen und werden und die man wahrscheinlich erst begreifen wird durch die Not. Man verschließt sich auch dem Verständnis der Natur, wenn man alle Pflanzen, Bäume oder Blumen nur auf ihren Nutzen hin betrachtet. Der Mensch ist heute lächerlich stolz, dass er angeblich die Natur sich dienstbar gemacht habe mit allerlei Erfindungen und technischen Fortschritten. Er übersieht, dass er im wesentlichen nur Geister rief, die er nicht loswerden kann, dass er nicht Herrscher, sondern Beherrschter ist, dass er versklavt ist von seinem eigenen Nützlichkeitsdenken.“ 

Einführung in das Gesamtgebiet des Okkultismus (Sechster Vortrag)

„Die Menschen haben das Missverhältnis zu den Tieren nicht nur, weil sie die Tiere unterschätzen, sondern vor allem, weil sie sich selbst überschätzen. Sie glauben, zwischen ihnen und den Tieren sei ein Abgrund, - so hoch stünden sie über ihnen. Dem Weltgedanken gegenüber ist es nur eine Nuance.“

Tagebuch v. 8. Juli 1911

"Die Menschen sind den Menschen und den Tieren nicht ältere Brüder geworden, sondern Tyrannen und Mörder, und darum tragen sie das Zeichen Kains auf ihrer Stirne, und alle Geschöpfe Gottes fliehen, wenn sie das Ebenbild Gottes sehen. [...] Glaubt es mir, liebe jüngere Brüder, es ist entsetzlich, ein Mensch zu sein, wenn man den Weg der Liebe wandeln will und man es voller Grauen begreift, daß man ein Gezeichneter ist in Gottes Schöpfung."

"Das Land der Verheißung", Kapitel 6


"[...] Darum muss eine Menschheit, wenn sie überhaupt noch Daseinsberechtigung haben will, wieder Achtung vor dieser Allbeseelung (Anm.: der Natur) lernen, der sie selbst nicht übergeordnet, sondern eingeordnet ist."

„Tierschutz und Kultur“

„Tiere haben ihre Komik und Tragik wie wir. Sie sind voller Ähnlichkeit und Wechselbeziehung. Die Menschen glauben meist, zwischen ihnen und den Tieren sei ein Abgrund. Es ist nur eine Stufe im Rade des Lebens. Denn alle sind wir Kinder einer Einheit. Um die Natur zu erkennen, muss man ihre Geschöpfe verstehen. Um ein Geschöpf zu verstehen, muss man in ihm den Bruder sehn.“

„Das Manfred Kyber Buch“

„Niemals ist eine wahre Kultur denkbar, ohne dass sie im Tier das brüderliche Geschöpf achtet, das gleich uns im Rade des Lebens den mühsamen Weg seines diesseitigen Daseins wandert. Wenn sich ein religiöser Mensch sagen muss, dass ein Gott die zahllosen furchtbaren Verbrechen an den Tieren nicht ungesühnt lassen kann, so muss sich auch der nichtreligiöse Mensch eingestehen, dass die Natur, der wir nur eingegliedert sind als einer ihrer Teile, sich nicht ungestraft von uns mit Füßen treten lassen wird. Und unsere unheilvollen Kriege und Bruderkämpfe, unsere verworrene Geldwirtschaft, unsere ungerechten sozialen Verhältnisse, unsere vielen Krankheiten – was sind sie anderes, als die notwendigen Folgen einer irr gewordenen Menschheit, die keine Naturnähe mehr hat und seelisch und körperlich ein Leben führt, das der Natur völlig entgegengesetzt ist? So sind Naturnähe und Tierschutz die erste Pflicht einer neuen Kultur, und dazu aufzurufen war meine Pflicht als Dichter, dem die Sprache gegeben wurde, um geistige Bahnen zu weisen und den Schild über denen zu halten, die wehrlos sind. Nichtzuletzt habe ich auch mit dieser Schrift eine Ehrenschuld der Dankbarkeit eingelöst allen Tieren gegenüber, die Gefährten meines Lebens waren und mir wahrhaftige Freunde gewesen sind. Darum habe ich – und hoffentlich deutlich genug – für die geredet, die nicht für sich reden können. Und so habe ich hier nicht allein gesprochen. Ich habe nur meine Worte den Wortlosen geliehen, ich bin mit dieser Schrift nur Träger einer Botschaft gewesen, nur Mittler von Millionen gemarterter Geschöpfe, die eine grauenhafte Anklage gegen die heutige Menschheit erheben und deren Ruf um Hilfe keiner überhören darf, der noch den Namen eines Menschen verdient!“

 Schlussplädoyer in „Tierschutz und Kultur“


„Das Leben bejahen, heißt alles Leben bejahen, sich selbst in Andacht eingliedern in alles brüderliche Dasein anderer Geschöpfe.“

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 5


„Nur kleine Seelen haben den Dünkel ihrer vermeintlichen menschlichen Hoheit über das Tier.“

"Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 8"


„Ohne Leidensfähigkeit kann überhaupt kein Tier sein, denn auch die niedersten Arten äußern Selbsterhaltungstrieb und Todesangst.

Auch nicht die domestizierten Tiere allein dürfen wir als uns ähnlich ansehen und ihnen einseitig die größte Intelligenz zuschreiben. Ich habe in der Einsamkeit meiner nordischen Heimat auf unserem alten Familiengut alle möglichen Tiere des Waldes aufgezogen, die ihre Mutter verloren hatten oder sonst wie in einer hilflosen Lage waren, und habe stets und ohne Ausnahme die Erfahrung gemacht, daß sie die gleichen moralischen und intellektuellen Fähigkeiten hatten oder entwickelten, wie die Haustiere. Ich habe ungeheure Klugheit, Anpassungsfähigkeit und Überlegung bei ihnen allen gefunden und was noch weit mehr ist, eine Dankbarkeit, die mir stets unvergesslich bleiben wird und die manchen Menschen beschämen könnte. Wir wissen wirklich noch wenig von den Tieren und von der Natur.

Wenn ich heute so oft ein Dichter der Tiere genannt werde, und stolz darauf bin, es zu sein, so danke ich meine Naturnähe gewiß keinen trockenen Büchern, sondern der jahrelangen liebevollen Betrachtung der Tiere und der Natur, und nicht mit dem Dünkel des überlegenen Menschen, sondern mit der Gesinnung der Brüderlichkeit und der Andacht, die das Große und Kleine gleichmäßig umfaßt. […]."

Tierschutz und Kultur, Kapitel 1 „Tierschutz – Prüfstein einer wahren Kultur"


"[...] Denn Menschen, die in ihren lebendigen Mitgeschöpfen nichts als eine Ware für ihren Eigennutz sehen, sind keine Menschen mehr, sondern mechanisierte Nützlichkeitssklaven, und das Stigma dieser furchtbaren untermenschlichen Gesinnung trägt unsere Zeit in einem grauenerregenden Maße."   NEU!

Aufsatz "Das Recht der Tiere"


„Ich habe oft das Gefühl der Scham gehabt, wenn ein Tier vor einem flieht. Es ist doch eigentlich schrecklich! So weit haben wir Gottes Ebenbild gebracht, dass die Tiere davor davon laufen.“  NEU!

Tagebucheintrag vom 21. November 1915


Materialismus und einseitiger Wissenschaftsglaube

„Der unbeschränkte Privatkapitalismus in seiner heutigen Form versklavt die Menschheit und die Natur durch seine Geldmacht, die nur immer wieder sich selber mästet. Er entpersönlicht und mechanisiert den Menschen durch das Geld. Der Staatskapitalismus tut das gleiche unter Ausschaltung privaten Eigentums, er mechanisiert den Menschen durch den Bürokratismus der alleinigen Staatsmaschine. Beide bekämpfen sich, aber beide verrichten die gleiche Nivellierungsarbeit an der Menschheit. […]“

 "Neues Menschentum"

„[…] Ja, viele, sehr viele Europäer und ganz gewiss auch nicht wenige in Deutschland sind heute im eigentlichen Sinne entmenscht. Sie sind Schablonen irgendeiner billigen Kathederweisheit geworden, die bekanntlich alle zehn Jahre wechselt und sich innerhalb dieser zehn Jahre noch dazu ständig in den Haaren liegt wegen der völlig entgegengesetzten Richtung ihrer Meinungen, oder sind nichts mehr als gierige Geldautomaten, die jede Gemeinheit am Tier für erlaubt halten, wenn sie ihren Geldbeutel füllen hilft.“

„Tierschutz und Kultur“

"[...] In der Gegenwart kommt es ganz allein darauf an, dass wir mit allen Kräften sittliche Menschen sind, nicht Fratzen des Menschentums und nicht Karikaturen einer dünkelhaften Kathederweisheit."

„Tierschutz und Kultur“

„[…] Tausend ungelöste Rätsel umgeben uns und Myriaden von Sternen stehen über uns – und wir glauben die Naturgesetze zu kennen, sie zu fassen mit dem Verstande des Menschen, der ein Atom ist in diesem All! Das kosmische und menschliche Leben wird niemals nur dem Verstande verständlich werden, es ist bestenfalls erahnbar in erlebter Gottesnähe und Naturnähe – aber gerade dieses intuitive Ahnungsvermögen wird von der Überheblichkeit des kleinen materialistischen Verstandesdenkens eingeschläfert. […]“

„Tierschutz und Kultur“

„[…] Alle Natur ist beseelt, sonst würde ihr Dasein, ihre Lebensmöglichkeit nicht heute noch auch der vervollkommneten Naturwissenschaft unbegreiflich sein. Wir können Strukturen und Zusammensetzungen erklären, wir können auch klassifizieren und tun es mehr als genug – aber dem Geheimnis des Lebens, dem Wunder des Samenkorns sind wir heute noch so ferne als je und werden es immer sein mit einem nur verstandesgemäßen Denken. Darum muss eine Menschheit, wenn sie überhaupt noch Daseinsberechtigung haben will, wieder Achtung vor dieser Allbeseelung lernen, der sie selbst nicht übergeordnet, sondern eingeordnet ist.“

„Tierschutz und Kultur“

"Den meisten Menschen geht über ihrer materialistischen Denkungsweise leider jedes Naturempfinden und Schauen und das Sich-einfühlen-können in jedes kleinste Tier, sei es eine Raupe, vollends ab. Das kann man nur mit großer Liebe. Nicht das Denken erlöst die Welt, sondern die Liebe."

Manfred Kyber, kurz vor seinem Tod im Februar 1933, notiert von Elisabeth Kyber von Boltho (in: Anton Brieger: "In zwölfter Stunde")


"Es liegt auf der Hand, dass die heutige, durch Fleisch- und Alkoholgenuß, durch rein materialistisches Verstandesdenken unkindlich gewordene, vergröberte Menschheit von solcher Durchgottung sehr weit entfernt ist. [...] Es ist in allen diesen Fragen sehr überflüssig, ein meist recht eingebildetes, akademisches Denken zu bemühen. Das reicht in seiner bescheidenen Begrenzung und seinem oft recht unbescheidenen Gebahren gewiß für eine große Zahl der Tatsächlichkeiten des Okkultismus aus, [...]. Für diese letzten Fragen aber, die sich in jedem nicht ganz verbohrten Menschen regen, ist schon eine Art von Selbsterleben notwendig, [...]."

Einführung in das Gesamtgebiet des Okkultismus


„[...] man warnt zu Unrecht davor, das Tier zu vermenschlichen. Es ist sehr menschenähnlich und man sieht es nur richtig, wenn man ihm neben der Betrachtung seines äußeren Daseins seine übersinnliche Wesenheit läßt. Das Tiermärchen, dem diesseitigen Denken unwahrscheinlich, erkennt diese Wesenheit mehr als nur die äußere Schilderung. Man muß Menschen und Tiere wieder transparent sehen lernen, muß ihr inneres Sein hinter der Schale durchscheinen lassen. […].“

Neues Menschentum, Kapitel 6 „Reformation der Kultur“


„Wie traurig ist es um den Geist bestellt, wenn die Menschen anfangen auf den Verstand stolz zu sein.“  NEU!   

o.O., o.J.


 „Die Wissenschaft steht deshalb jetzt so niedrig, weil sie den Connex mit der Natur verloren hat. Wir verleugnen unsere eigene Mutter, wir sezieren und vivisezieren unsere Brüder und Schwestern, wir müssen bei der Pflanze nicht vergessen, dass sie ein Stück von uns ist. Die alten Kulturen hatten diese Erkenntnisse.“  NEU!

Tagebucheintrag vom 12. Juni 1916

Kirche, christlicher Glaube & Esoterik

"Wie feiern wir heute die christlichen Feiertage, die Feste der Liebe und des Friedens? Nicht mit einer Erhebung zum Geistigen und Göttlichen, sondern mit Fressen und Saufen. Die ersten Vorzeichen einer christlichen Weihnacht, christlicher Ostern besteht darin, dass man Millionen von Gottesgeschöpfen die Gurgel durchschneidet. [...]"

„Tierschutz und Kultur“

"Das Wunder der Weihnacht ist nicht schwer", sagte Bruder Immanuel, "es ist nur schwer für jene, die es nicht verstehen wollen, und die meisten Menschen wollen das nicht. Denn die Menschen feiern ihre Weihnacht, indem sie unzählige Gottesgeschöpfe töten. Diese Gottesgeschöpfe aber sind ihre Geschwister. So ist es eine entweihte Nacht und keine Weihnacht. Die Menschen sind ferne von der Weihnacht, weil sie ferne von der Liebe sind, und doch müssen sie zuerst in der Weihnacht und in der Liebe vorangehen, denn sie sind die älteren Brüder. [...]"

„Das Land der Verheißung“, Kapitel 6

„[…] Feiert auch die christlichen Feiertage, […], nicht mit dem Morden unzähliger Geschöpfe, mit plumpem Sinnengenuss allein. Wenn jemand schon Bedürfnis nach diesen Genüssen hat, so ist sicher jeder andere Tag geeigneter als ein Feiertag, der in geistiger Weise und Vertiefung begangen sein will, wenn wir wieder zum inneren Erleben des Weltgeschehens kommen wollen, von dem uns eine materialistische Zeit so weit entfernt hat.“

„Tierschutz und Kultur“


Die Saat der Liebe wird immer aufs Neue gesät in diesen heiligen Nächten, jene Saat, die einmal aufgehn soll als Ernte einem besseren Menschentum und der erlösten Kreatur.   NEU!

Weihnachten und die Tiere

„Religion und Kirche ist zweierlei, und man kann Religion und Religionslosigkeit in allen Kirchen und Konfessionen finden. Es wird auch niemand behaupten können, daß Inquisition, Hexenprozesse und die Verfolgung Andersgläubiger, die bei uns eine so gräßliche Rolle gespielt haben, religiös oder gar christlich seien. Man kann der Christuswesenheit im Übersinnlichen begegnen, auch ohne Angehöriger einer christlichen Kirche zu sein, ganz abgesehen davon, daß ein Inder, ein Araber oder ein Jude unter Umständen weit christlicher denken und handeln können als mancher Kirchenchrist.“

Neues Menschentum, Kapitel 6 „Reformation und Kultur“

 
„Gerade, weil ich religiös bin, gehe ich nicht in die Kirche, - nicht weil ich irreligiös bin.“

 11. August 1911, zitiert in: Anton Brieger: „In zwölfter Stunde“

 
„Aus religiösen Gründen müßte man aus der Kirche austreten.“

 16. März 1916, zitiert in: Anton Brieger: „In zwölfter Stunde“

 
„In einer Richtung freilich ist auch die Kirche völlig ins Diesseitige versunken, und zwar in der sogenannten liberalen Theologie der protestantischen Konfession. Hier hat man lauter Verbeugungen vor einer mehr als nur begrenzten Naturwissenschaft gemacht und in unglücklichster Weise versucht, eine oft auch noch recht biegsame Morallehre voranzustellen und die übersinnlichen Tatsachen ins Gebiet der Legende zu verweisen. Damit wird das ganze grandiose geistige Geschehen von urfernen Zeiten bis zur Gegenwart verspießert und auf den Durchschnittshorizont der heutigen Zivilisation herabgedrückt…,“

Neues Menschentum, Kapitel 6 „Reformation und Kultur“

  

Johannes Wanderer zu Pastor Haller:

„Ich denke, dass ein Leben ohne Wunder sehr arm ist, ich möchte es nicht leben. Ich sehe in Jesus von Nazareth auch mehr als nur einen großen Menschen, dem man nachleben soll. Das Nachleben glückt auch meistens weder den Liberalen noch den Orthodoxen. Vielleicht gibt es Menschen, die mit einer moralischen Doktrin leben können, aber mit ihr allein zu sterben, scheint mir nicht ausreichend. Leben und Sterben aber sind uns gleich nahe an jedem Tag“ […] „Aber was ist das für eine Richtung?“ fragt Pastor Haller entsetzt, „welchen Weg gehen Sie denn in religiösen Dingen?“ – „Es ist gar keine Richtung“, erklärte Johannes Wanderer freundlich, „ich halte überhaupt nichts von sogenannten Richtungen. Ich denke aber, dass ein Mensch und besonders ein Priester nur einen Weg gehen kann, das ist der Weg nach Damaskus, und wie das im einzelnen Fall geschieht, erscheint mir eigentlich unwesentlich.“

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 5 – „Irreloh“

  

Über die Gefahr esoterischer Erkenntnis:

„[…] Auch sie darf, als intuitives Schauen oder Denken, nie verstandesgemäß aufgefaßt werden, sonst führt auch sie, wie die bescheidenere analytische Gedankenschwester, zum Dünkel und zu fanatischer Enge des Horizonts. Viele Sekten sind traurige Beispiele solcher verkümmerter Esoterik. […] Allzu leicht, leichter noch als in der physischen Wissenschaft, werden hier Wege zu Irrwegen und lebendige Straßen des Lebens zu toten Kenntniskammern. Weder esoterische noch exoterische Kenntnisse dürfen eben zu doktrinärem Dünkeltum führen […].

Einführung in das Gesamtgebiet des Okkultismus, Zweiter Vortrag „Initiation und Logenwesen“

 

„Es gibt heute sehr wertvolle Forschungen auf den Gebieten des Okkultismus. Man braucht sie nicht blind zu bejahen, wie es leider vielfach geschieht, aber man kann aus ihnen lernen und sie können auch dem westlichen Menschen, der den Zusammenhang mit dem Jenseitigen verlor, einen Weg in die geistige Welt und damit zur Religion weisen. […]“

Neues Menschentum, Kapitel 6 „Reformation und Kultur“


„So muß die Kirche sich in dieser Zeitwende wandeln wie alles andere, muß übersinnlich und moralisch ausgebaut werden im franziskanischen Geist. Ich weiß, daß junge Geistliche verschiedener Konfessionen das wollen. Die hohen, meist allzu bürokratischen Kirchenämter sollten diesem Willen mehr Freiheit geben, als es bisher geschah, sie werden auch gut tun, mehr auf die Ethiker und Vorkämpfer einer neuen Kultur aus allen Lagern zu hören.

Es ist Nacht, wie es wohl niemals Nacht war. Der Morgen, der kommt, wird gewiß nicht ohne Religion sein. Ob die Kirchen ihn erleben, ob sie dann noch Träger dieser Religion sein werden, liegt in ihrer eigenen Entscheidung.“

Neues Menschentum, Kapitel 6 „Reformation der Kultur“

 

„Die äußerliche und unberechtigte Herrschaft der Kirche muss gebrochen werden, bevor die innerliche und berechtigte Herrschaft der Religion beginnen kann.“  NEU!

Tagebucheintrag vom 25. Juli 1911

 

„Die Wissenschaft hat genau denselben Dogmatismus wie die Kirche. Wie man die Kirche nicht als Religion nehmen kann, kann man die Wissenschaft nicht als Erkenntnis betrachten.“  NEU!

Tagebucheintrag vom 12. Juli 1912


„Kirche muss man überhaupt streichen, wenn man sich mit Religion beschäftigt.“  NEU!

Tagebucheintrag vom 11. Juni 1913


„Tierschützer haben vielfach noch kein Interesse für übersinnliche Dinge und die meisten Okkultisten trauriger Weise keinen Sinn für Tierschutz.“  NEU!

Aus einem Brief im Jahre 1926


Siehe auch: Manfred Kybers Verständnis des Christentums

Tod, Jenseits, Wiederverkörperung & Karma

Es ist dies eine Geschichte von dieser und jener Welt, und darum muß ich auch von den Toten in der Kirche zu Halmar erzählen. Denn es ist ja so, daß die Toten nicht erloschen sind, wie viele es meinen in einer Zeit, die geistferne geworden ist, wie kaum jemals eine andere vor uns. Die Toten leben weiter in ihrem ganzen Wesen und wechseln nur ein grobes Gewand gegen ein feineres, und die Welt, in die sie durch das verhangene Tor eintreten, ist weit wirklicher als die Welt des Scheins, in der wir hier auf dieser Erde atmen. Es ist auch nicht so, daß die beiden Welten getrennt sind durch eine unübersteigbare Mauer. Es ist nur ein dünner Schleier, der zwischen ihnen hängt, und er lichtet sich weit häufiger, als die Menschen von heute es glauben, und es gibt viele Augenblicke, in welchen diese und jene Welt ineinander übergehen, so daß man nicht sagen kann, ob man hier oder drüben ist.

Denn die Toten bauen mit am Bau der Erde, und sie wünschen es so sehr, daß die Lebenden wieder Hand in Hand mit ihnen schaffen, wie es in vergangenen Tagen der Menschheit war. Ist nicht eine Ahnung, die wir haben, oft der Gedanke eines Toten, und ein Gefühl, das uns überkommt, Wunsch und Wille verwandter Geister? Die Toten helfen uns, und wir sollen ihnen helfen. Geschähe das nicht, die Erde würde veröden und der Spielball dunkler Gewalten sein. Aber sie soll ja durchlichtet werden mit allem, was auf ihr lebt, zu einem ewigen Frieden und zu einem Sonntag der Welt. Es ist lange bis dahin, und heute ist Werktag, und der Feiertag ist noch weit.

Ihr, die ihr heute atmet, denkt daran und leugnet die Toten nicht, die neben euch stehn. Es sind auch die Toten so vielfältig wie die Lebenden, es sind lichte und dunkle unter ihnen, und sie schaffen mit euch an euren lichten und dunklen Werken. Darum sorgt, daß eure Worte und Werke durchlichtet sind, denn was ihr redet und wirkt, ist für diese und jene Welt, für die Lebenden und für die Toten und für den Bau der ganzen Welt. Es gibt so viele Tote, die euch helfen wollen - seht nicht an ihnen vorbei. Es gibt auch so viele Tote, die eure Hilfe brauchen - versagt sie ihnen nicht. Es wandeln manche Tote hoch über euch auf den Höhen, es wohnen aber noch viele in den Tälern der Tiefe, und es sind auch solche, die nicht über die Schwelle gehn können, weil es dunkel um sie ist und sie die andere Welt nicht erfassen. Sie irren durch eure Häuser der Schatten und suchen in euren Kirchen. Aber sie finden heute wenig genug an Licht, denn es ist sehr finster geworden auf der Erde um diese Zeit der Wende.

Denkt daran, ihr, die ihr heute atmet, laßt eure Hütten und Tempel wieder hell werden für Lebende und für Tote, damit sich die Welten vereinigen zu der Menschheit Jugendland. Seht ihr es nicht selbst, wie dunkel es um euch geworden ist? Irrt nicht auch die graue Frau durch die Zimmer im Hause der Schatten, Jahr um Jahr, und suchen nicht viele andere Tote in den engen Gassen von Halmar und horchen auf die Glocken, wenn sie zum Sonntag läuten? Aber es ist kein Feiertag mehr bei euch, und es ist auch dunkel in der Kirche zu Halmar.

Zündet die Lichter an! Es harren so viele darauf, daß es hell wird. Lebende und Tote rufen danach, Menschen, Tiere und alles, was Dasein hat, sehnt sich nach Licht und Erlösung. Die Stunden, die euch heute schlagen, sind Schicksalsstunden der Welt, es ist viel Licht nötig, denn es ist allzu finster geworden. Ich muß euch das sagen, und ich muß es versuchen, euch Licht um Licht zu entzünden, damit ihr es richtig versteht, wenn ich euch von den Toten in der Kirche zu Halmar erzähle. Ihr werdet vielleicht denken, das seien alte Geschichten, und wer weiß, ob sie wahr sind - aber glaubt es mir, es sind Geschichten, die jeden Tag wieder neu werden können. Denn die Toten stehen neben euch.

"Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 7"

"Von der Ewigkeit, die auf uns wartet... so mach ich mir denn eben ein Bild nach meinem Herzen, und es ist wahrscheinlich sehr viel einfältiger - aber bestimmt nicht dümmer als irgend ein anderes der klassischen Philosophie... "Du" findest mich mit Sicherheit bei der großen himmlischen Fohlenkoppel. Ich werde vergnügt irgendwo auf dem Koppelzaun hocken, denn Stacheldraht wird es "da oben" bestimmt nicht geben, und Du mußt auch nicht sehr erstaunt sein, wenn ich nicht allein bin: Ich glaube nämlich auch daran, daß alles, was das Menschenherz in Liebe umschloß und was ihm in Liebe zugetan war, daß dies bei ihm bleibt, weil es eben ein Teil seines Ichs war."

Quelle unbekannt

"Nun ist in dieser entscheidenden Frage tatsächlich keine Gerechtigkeitsmöglichkeit aufzustellen, als nur in der Weise, daß man das einzelne menschliche Leben in seiner irdischen Zeitspanne nicht allein zur Untersuchung heranzieht, sondern daß man eine Konstanz des Lebens oder, richtiger gesagt, soundsovieler Leben in einer fortlaufenden Kette annimmt, mit anderen Worten, daß man sich auf den Standpunkt der sogenannten Wiederverkörperung oder Reinkarnation stellt. [...] Auch Lessing, der bekanntlich ganz rationalistisch dachte [...] hat es deutlich ausgesprochen, daß die Lehre der Wiederverkörperung die einzig faßbare und logisch haltbare Möglichkeit für eine Gerechtigkeit im höheren, göttlichen Sinne sein könne. [...].
Aus dieser Wiederverkörperungslehre nun ergibt sich ganz von selbst das, was man in dem von uns begrenzten Sinne Schicksal oder, um den üblichen Ausdruck der indischen Esoterik zu brauchen, Karma nennt. [...].
[...]. So besteht das gesamte Leben aus lauter einzelnen in jedem Einzelleben im Lauf der Evolution begangenen guten oder unguten Handlungen, deren jede sich weiterspinnt, um sich auszuwirken, bis eine Vollkommenheit erreicht ist. Unter diesem Gesetze treffen sich die Menschen, verketten sie ihre jeweiligen Schicksale, ihre Lebensjahre oder Aufgaben miteinander, unter diesem Gesetz noch vorhandener Reibungsflächen sind alle dauernden Verhältnisse, wie Liebe, Ehe und Freundschaft, zu werten. [...]"

Einführung in das Gesamtgebiet des Okkultismus

"Andererseits soll man sich hüten, nun über seine eigenen früheren Leben oder über die verschiedenen Inkarnationen anderer nachzugrübeln und nachzuforschen. Meist führen solche gewaltsam herbeigesehnten Erkenntnisse nur zu Selbsttäuschungen, die, oft nichts weiter als lächerlich, doch unter Umständen auch zu falschen Schlüssen und folgenschweren Irrtümern führen können. Es ist sicher reichlich albern, wenn sich Anhänger der Reinkarnationslehre, wie das oft geschieht, allerlei berühmte Namen vom frühesten Altertum an für ihre früheren Erdenleben gewaltsam und sehr willkürlich, einer geistesfernen Eitelkeit folgend, heraussuchen. [...]"

Einführung in das Gesamtgebiet des Okkultismus

"[...] Nur wenn man das menschliche Dasein über weitere Spannen hinaus zu ergreifen und zu begreifen vermag, kann man einen Ausgleich, eine Harmonie, eine Evolution des Geschehens erblicken. [...]"

Einführung in das Gesamtgebiet des Okkultismus


„Die Straße, die wir wandern hat viele Meilensteine, und manche stehen schon aus einer grauen Vergangenheit dort, mit einer schwer enträtselbaren Inschrift. Denn alle Menschen sind ja, mit dem inneren Auge betrachtet, nicht nur das, was sie heute sind oder scheinen – ihr Heute ist nur ein kleiner Teil von dem, was sie waren und sein werden. Wer will wissen, ob nicht die, welche uns in diesem Leben zum ersten Male begegnen, Geschwister oder Tempelgenossen von Jahrtausenden sind?“

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 3

„Man braucht kein Mystiker zu sein, […], um die Wiederverkörperung verständlich zu finden. Sie ist doch, auch nur logisch betrachtet, die einzige Möglichkeit, Ausgleich von Ursachen und Wirkungen und eine Gerechtigkeit in allem Geschehen zu sehn. Damit ist natürlich nicht gesagt, dass man nicht helfen soll, wo es irgend geht, denn wir brauchen Hilfe und müssen Hilfe erweisen, Menschen, Tieren und allem Leben.“

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 5


Der Weg zum Licht

„Das Licht zu suchen ist eben die Aufgabe der Menschen, die Gott ihnen gegeben, und sie müssen es suchen und finden für sich, für die Tiere, Pflanzen und Steine, für die Elfen und Männchen und alles, was mit ihnen lebt.“

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 1

„Wir müssen es versuchen, einander die Bürde tragen zu helfen, Menschen, Tieren und allem, was lebt. Das ist der Weg zum Licht.“

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 3

„Man kann sich ja alles auch leichter machen, aber das Leben ist schwer für alle, die helfen wollen, und ich will helfen, ich bemühe mich ehrlich darum. […] Es warten so viele Menschen und Tiere darauf, die Welt ist verworren, und überall gibt es unerlöste Seelen. […]“

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 5

„Es war ein Gefühl von Einsamkeit, das Veronika dabei überkommen hatte, noch nicht so schmerzhaft und deutlich natürlich, denn sie lebte ja im geborgenen Heim und war gewiss nicht allein. Doch es war eine erste Ahnung dessen, wie einsam die Menschen werden, die hinter die Dinge schaun, und wie fern sie den anderen Leuten rücken, die nur die laute Straße des äußeren Lebens gehen.“

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 6

„Die Tränen sind ja der Preis für die geistigen Welten, alles Erkennen wandelt durch Leid zum Licht, und die eine große Antwort, auf die wir hoffen, verlangt es, dass man mit tausend bangen Fragen nach ihr fragt.“

Die drei Lichter der kleinen Veronika, Kapitel 8

Sonstige Zitate

Über Tierversuche

"Die Tierversuche sind die größte und gemeinste Kulturschande der Gegenwart, sie sind moralisch und intellektuell dem Irrwahn der Hexenprozesse völlig gleichzustellen. Kein Volk, das sie duldet, hat ein Recht darauf, sich ein Kulturvolk zu nennen. [...]"

„Tierschutz und Kultur“

 

"Der Kampf gegen die Vivisektion, das schwärzeste Verbrechen der Menschheit, wie es Mahatma Gandhi nennt, nimmt einen Umfang an, der hoffentlich bald diesen, dem Hexenwahn intellektuell und moralisch ebenbürtigen Verbrechen am Tier und an der Menschenwürde ein Ende bereiten wird. Bekannte geistige Namen sind unter den erbittertsten Gegnern dieses scheinwissenschaftlichen Unfugs zu finden und auch unter den Fachgelehrten regt sich ein Widerstand, der Tierexperimente nicht nur für unmoralisch, sondern auch für eine verhängnisvolle Quelle des Irrtums zur Erkenntnis des Lebens und der Heilkunde bezeichnet. Nicht nur die kulturwilligen Menschen aller Stände haben genug an diesem Grauen und an diesen Trugschlüssen, auch unter der Ärzteschaft selbst hat sich eine Vereinigung Vivisektionsgegnerischer Ärzte gebildet, die das Tierexperiment als unmoralisch und als wissenschaftsfeindlich ablehnt und bekämpft.
Der Tierschutz als Kulturforderung ist heute keine zaghafte Bitte um Mitleid mehr für gepeinigte Geschöpfe, er ist ein offener Kampf gegen das geistesöde und seelisch verarmte Maschinentum unserer Zeit und damit ein Kampf nicht nur für die Tiere und ihr Recht auf ein erträgliches, lebenswertes Dasein, sondern auch für ein neues, vergottetes Menschentum, dass in Mensch und Tier nicht mehr Maschinen sieht, sondern lebendige, geschwisterliche Glieder einer großen Lebenseinheit, einer Entwicklungsgemeinschaft im Rade des Daseins."

"Mensch und Tier - Tierschutz als Kulturforderung." Süddeutsche Monatshefte, Heft 12, Sept. 1928 (Quelle: "Tier und Mensch, Betrachtungen einer Beziehung" - Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg e.V.)


"Für mich und viele andere ist die Ablehnung des Tierversuchs eine rein moralische Frage, ganz unbekümmert um Vorteil und Nachteil dieser Methode. Ich bin im übrigen auch der Ansicht, dass durch ein amoralisches Verfahren niemals ein wirklich moralisch wertvolles Resultat erzielt werden kann [...]."     NEU!

"Der Misserfolg des Tierexperiments in der Medizin, besonders in der Bekämpfung von Seuchen", 1932


Über wahre Männlichkeit

"Es ist doch wahrhaftig Zeit, dass wir im 20. Jahrhundert einen Begriff von Mut und Männlichkeit bekommen, der über dem Standpunkt von Knaben steht, die Indianer spielen. […] Wir brauchen keine Gassenbuben, die ein Indianergeheul erheben über den Mut des Boxens oder Skalpierens, sondern wirkliche Männer, die denken und fühlen können und die begreifen, dass unsere Zivilisation wert war, dass sie zusammenbrach.“

„Tierschutz und Kultur“

„[…] All diese Fragen aber sind miteinander verbunden, sind alle im Grundsatz der wirklichen Männlichkeit verankert, dem Schwachen die Achtung zu erweisen, die er vom Stärkeren mit Recht erwarten kann. Ihr aber und eure Kinder seid die Stärkeren auch den Tieren gegenüber; beweist ihnen, dass ihr ihnen zu geben versteht, was ihr selbst mit vollem Recht für euch verlangt.“

„Tierschutz und Kultur“


Über die Wirkung seines Buches "Tierschutz und Kultur"


"So sehr ich mir endlich ein positiveres Leben wünsche, so sehr gern trage ich jede Schädigung und Feindschaft, die mit diesem Buch zusammenhängt, es sind Opfer um etwas, das sich lohnt, und ich werde zeit meines Lebens froh sein, dass ich dieses rücksichtslose Buch schrieb."

Brief vom 5. April 1926 (in: G.v. Karger: "Manfred Kyber - Dichter und Tierfreund")

"Ich weiß, dass sie (Anm.: die Ausführungen in "Tierschutz und Kultur") mir den Hass einflussreicher Kreise zuziehen werden, aber wer für Wehrlose eintritt, darf kein Feigling sein."

"Tierschutz und Kultur"



Über die Kunst

"Kunst ist niemals nur in dem Irdischen allein verankert, sie ist und soll stets sein ein Glockenguss aus zwei Welten gegossen und redend mit den Glockenstimmen zweier Welten. Neben Wägbarem, das zeitliche Wertung haben darf und oft auch haben soll, muss in wirklicher Kunst Unwägbares eingeschmolzen sein, das Ewigkeitswert hat."

Rezension der Hamlet-Aufführung, 30.8.1921 (in: G.v. Karger: "Manfred Kyber – Dichter und Tierfreund")


Über den Heiligen Franz von Assisi

„[…] Mehr denn je braucht unsere Zeit und mit ihr unsere Jugend den Weckruf des großen Heiligen von Assisi, denn nur die Rückkehr zu seiner Anschauungsweise, zur Vergottung in Gott und zur Geschwisterschaft mit der Natur werden uns eine neue Kultur bringen können, die einen Ausweg aus dem chaotischen Denken und Fühlen einer wirren Gegenwart zeigt. Franz von Assisi selbst ist, wie unsere Zeit, durch eine Krankheit hindurchgegangen und durch sie zu einem Wandel gelangt, der Tausenden nach ihm zum Wege wurde. Geboren 1182 zu Assisi als Sohn reicher Eltern, führte er ein rein weltliches, dem Geistigen fernes Leben, bis ihn eine Krankheit und sich ihr anschließende verwandte Ereignisse zu tiefsten mystischen Erlebnissen und zu einem Bekennertum führten, das er bis zu seinem am 4. Oktober 1226 erfolgten Tode aufrechterhielt, das heute noch gilt und immer gelten wird, solange es Menschen gibt, die Gott und die Natur in Andacht begreifen. […]“

Manfred Kyber, 1922. Aus dem Vorwort des Buches „Zwölf Legenden des Heiligen Franziskus von Assisi“

 

Hermann Hesse über Manfred Kyber

Hermann Hesse zu einem amerikanischen Journalisten über Manfred Kyber:

 „Nach meiner Überzeugung ist Manfred Kyber der größte deutsche Dichter des zwanzigsten Jahrhunderts.

Aber leider sind die Deutschen furchtbare Materialisten und Egoisten geworden, die nur noch erdgebunden denken. Alles Schöne und Erhabene und Ideale interessiert diese „Herrenrasse“ nicht mehr; nur noch Geld, money, Mammon und irdisches Wohlleben: Das deutsche Volk hat eine Gottferne, wie kaum ein anderes Volk der Erde!“

 

Ein befreundeter Maler über Manfred Kyber

"Zart war sein Körper, doch ungeheuer groß und kraftvoll seine Seele. Ein Kämpfer für die hilflose Kreatur. Ein wahrhafter Schüler des heiligen Franz. Ein echter Gralsritter..."

Dietrich Heinrich Volz (in: Anton Brieger: "In zwölfter Stunde")

 

Über Manfred Kybers Buch „Märchen“

"Aus der Presse:

Manfred Kyber, dessen tiefgründige, von heimlichem Lächeln, von der feinen kleinen, nie verletzenden und doch so prickelnden Bosheit des Weisen glitzernde Geschichtlein „Unter Tieren“ weite Kreise sich zu Freunden gemacht haben, schenkt hier dem deutschen Volke ein Märchenbuch, das Märchenbuch der neuen Zeit, das sich neben Grimmschen Volksmärchen, neben Andersens Kunstmärchen seinen Platz erobern wird. Die innige Liebe zur Natur, die aus jedem echten Märchen spricht, die den Tieren menschlichen Geist, den Dingen menschlichen Odem leiht, schlägt hier mit seinem silbernem Hammerschlag an lauschende Menschenherzen – und am Ende des Büchleins ist es als wenn man aus einem tiefen klaren Quell gestiegen ist. Man kehrt immer wieder zu ihm zurück, denn es ist der Quell der Güte, der all lebendigen Liebe, der ewigen Wiederkehr, der aus den Sonnenaugen dieses Dichters rinnt."

Im Anhang des Gedichtbandes „Stilles Land“


„Der Rassenstolz ist ebenso verwerflich wie der Familienstolz."  NEU!

Tagebucheintrag vom 2. April 1915

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